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HillscheidGelegen in Rheinland-Pfalz, in der Nähe von Koblenz im schönen Kannenbäckerland. Wir gehören zur Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen und 1994 konnten wir bereits unser 1.000 jähriges Bestehen feiern!
Seit etwa 4000 Jahren leben Menschen in der Gemarkung Hillscheid auf den Dorfwiesen und auf dem Scheid. Das beweisen Funde aus der Jungsteinzeit: Steinbeile, Feuersteinartefakte und ein fast unbeschädigter neolithischer Becher. Die Keramik hat also in Hillscheid eine 4.000 jährige Tradition. Weitere Funde sind aus der Bronzezeit, der Urnenfelderzeit, der hallstatt- und Laténezeit. Das lässt den Schluss zu, dass dieses Gebiet nacheinander oder dauernd in den 2.000 Jahren vor Christus besiedelt war. Wahrscheinlich sind die Tonlager die Ursache der Besiedlung.
Das zwischen 959 und 1094 gegründete Hillscheid gehörte zur Herrschaft Vallendar, die im 12. und 13. Jahrhundert den Isenburgern gehörte. Von diesen erwar Graf Heinrich III. etwa 1232 die Herrschaft Vallendar. als die Sayner Wittgenstein erbten, nannten sie sich Grafen von Sayn-Wittgenstein. Ab 1363 verpfändeten diese immer wieder Teile ihrer Herrschaft an Kurtrier, das 1767 die volle Landeshoheit erwarb. 1803 kam Hillscheid zu Nassau und 1866 zu Preußen. Ab 1867 gehörte Hillscheid zum Unterwesterwaldkreis. 1971 wurde es der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen eingegliedert, die seit 1974 zum Westerwaldkreis gehört.Die beiden wüst gewordenen Orte Kudilbach - daran erinnert Kühlbach - und verlderhuse - daran erinnert Pfarrhausen - sind im Hillscheider Wappen durch je einen Krug vertreten. Die Isenburger hatten in der Vallerau einen Hof - den Vallerauer Hof - und ein Forsthaus. Im Mittelalter gehörte der Hof dem Nonnenkloster St. Barbara in Schönstatt. Heute gehört dieser Hof dem Familienbund der Schönstattfamilie und nennt sich Pater-Kentenich-Hof.
Der Name “Hüttenmühle” erinnert an die Vallerauer Hütte, betrieben von belgischen Industriellen 1623 bis 1740. Ofenplatten und Kriegsgerät stellte man her.
Der herrliche Wald rund um Hillscheid, mit etwa 100 km ausgeschilderten Wanderwegen, erhöht den Wohnwert der Gemeinde! |